Was kostet eine Wohnungssanierung in Berlin? Kosten pro m², Beispiele und Kostenfaktoren

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Eine Wohnungssanierung in Berlin kostet nach unserer Erfahrung etwa 700 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für eine 80 m² große Wohnung sind das rund 56.000 bis 144.000 Euro, abhängig von Zustand, Umfang und Ausstattung. Eine Teilsanierung einzelner Räume oder Gewerke liegt deutlich darunter; ein komplettes Bad allein kostet etwa 17.000 bis 35.000 Euro.

Kosten einer Wohnungssanierung in Berlin: sanierter Altbau-Wohnraum mit Parkett, Stuckdecke und Balkon

Was kostet eine Wohnungssanierung in Berlin pro Quadratmeter?

Als Orientierungsrahmen gelten in Berlin etwa 700 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter für eine Wohnungssanierung, bei der alle wesentlichen Bereiche erneuert werden. Der untere Wert passt zu Wohnungen mit brauchbarer Substanz, intakten Leitungen und Standardausstattung: neue Böden, Wände, Türen, ein einfaches Bad, punktuelle Elektroarbeiten. Der obere Wert steht für einen Gründerzeit-Altbau mit alter Elektrik, Grundrissänderung, neuem Bad mit gehobener Ausstattung, Dielensanierung und Stuckrestaurierung.

Die Spanne ist bewusst breit: Eine Nachkriegswohnung mit intakter Installation braucht andere Arbeiten als eine Altbauwohnung in Prenzlauer Berg mit hohen Decken, Stuck und Leitungen aus mehreren Jahrzehnten. Der Quadratmeterpreis umfasst Material, Lohn, Baustelleneinrichtung, Entsorgung und Koordination der Gewerke. Nicht enthalten sind Küche, Möbel, Fachplanung durch Statiker oder Energieberater sowie Genehmigungsgebühren.

Wie viel kostet die Sanierung einer 60, 80 oder 100 m² Wohnung?

Eine 60-m²-Wohnung kostet in der Komplettsanierung rechnerisch etwa 42.000 bis 108.000 Euro, eine 80-m²-Wohnung 56.000 bis 144.000 Euro und eine 100-m²-Wohnung 70.000 bis 180.000 Euro. Die Tabelle zeigt die Spannen für drei typische Wohnungsgrößen:

WohnflächeUntere Orientierung (700 €/m²)Obere Orientierung (1.800 €/m²)
60 m²ca. 42.000 €ca. 108.000 €
80 m²ca. 56.000 €ca. 144.000 €
100 m²ca. 70.000 €ca. 180.000 €

In der Praxis liegen große Wohnungen pro Quadratmeter oft etwas günstiger, weil Bad, Elektroverteilung und Baustelleneinrichtung nicht mit der Fläche wachsen: Ein Bad kostet in der 100-m²-Wohnung nicht mehr als in der 60-m²-Wohnung. Das verbindliche Ergebnis liefert erst die Kalkulation nach der Bestandsaufnahme.

Teilsanierung oder Komplettsanierung: Was kostet weniger?

Eine Teilsanierung ist immer günstiger als eine Komplettsanierung, weil nur einzelne Räume oder Gewerke erneuert werden – typisch sind Bad, Böden und Malerarbeiten ohne Eingriff in Leitungen und Grundriss. Ein Quadratmeterpreis hilft hier wenig; die Kosten ergeben sich aus den einzelnen Positionen. Ein komplettes Bad liegt bei etwa 17.000 bis 35.000 Euro, Malerarbeiten und Böden werden nach Fläche kalkuliert. Details dazu stehen im Ratgeber Badsanierung Kosten Berlin. Eine reine Renovierung der Oberflächen ist noch einmal günstiger.

Bei einer Komplettsanierung werden Elektrik, Sanitär, Böden, Wände, Decken, Türen und Bad in einem Zug erneuert. Das kostet mehr, spart aber die Mehrfachbaustelle: Wer heute Böden verlegt und in drei Jahren die Elektrik erneuern lässt, zahlt für Schlitzen, Verputzen und Malerarbeiten zweimal. Für Vermieter und Hausverwaltungen ist die Komplettsanierung im Leerstand meist die wirtschaftlichere Variante, weil der Mietausfall nur einmal anfällt.

Welche Faktoren treiben die Kosten einer Wohnungssanierung in Berlin?

Die größten Kostentreiber sind Elektrik, Bad, Böden und Rückbau – zusammen machen sie in den meisten Berliner Wohnungssanierungen den Großteil der Summe aus.

  • Elektrik: In vielen Berliner Altbauten liegen Leitungen ohne Schutzleiter oder über Jahrzehnte ergänzte Installationen. Eine komplette Neuinstallation mit Unterverteilung und Schlitzarbeiten ist einer der teuersten Einzelposten.
  • Bad: Abdichtung, Sanitärinstallation, Fliesen und Ausstattung kommen auf wenigen Quadratmetern zusammen. Wird das Bad verlegt oder der Steigstrang erneuert, steigt der Aufwand deutlich.
  • Böden: Alte Dielen aufarbeiten ist oft günstiger als ein neuer Aufbau mit Ausgleich, Trittschalldämmung und Parkett.
  • Rückbau und Entsorgung: Altbauten liefern große Schuttmengen. Alte Bodenbeläge und Kleber aus den 1960er- und 1970er-Jahren können Schadstoffe enthalten und müssen dann getrennt entsorgt werden.
  • Etage und Aufzug: Im vierten Stock ohne Aufzug wird jedes Bauteil per Hand hochgetragen und jeder Eimer Schutt heruntergetragen. Das schlägt sich in Lohnstunden nieder, ebenso ein fehlender Containerstellplatz.
  • Grundriss und Statik: Wanddurchbrüche und neue Raumaufteilungen erfordern eine statische Prüfung, teils Stahlträger und zusätzliche Trockenbauarbeiten.
  • Genehmigungen: In Milieuschutzgebieten muss der Bezirk Modernisierungen genehmigen, bei Denkmalschutz gelten Auflagen nach dem Berliner Denkmalschutzgesetz, in der WEG braucht es die Zustimmung der Eigentümer. Das kostet weniger Geld als Zeit. Hinweise dazu stehen im Ratgeber Altbausanierung in Berlin; eine Rechtsberatung ersetzt das nicht.
  • Ausstattung: Fliesen, Armaturen, Parkett und Türen bewegen den Preis innerhalb der Spanne am stärksten. Hier entscheidet der Eigentümer, nicht der Bestand.

Warum gibt es keinen Festpreis für eine Wohnungssanierung?

Einen seriösen Festpreis vor der Bestandsaufnahme gibt es nicht, weil der Zustand hinter dem Putz, unter den Belägen und in den Leitungen erst beim Öffnen sichtbar wird. Ein Festpreis ohne Bestandsaufnahme enthält in der Regel entweder einen hohen Sicherheitsaufschlag oder birgt das Risiko späterer Nachträge. Beides ist für Eigentümer schlecht: Entweder zahlen Sie für Risiken, die nie eintreten, oder Sie verlieren die Kostenkontrolle mitten in der Bauphase.

Unser Weg ist ein anderer: Nach der Bestandsaufnahme vor Ort erhalten Sie ein verbindliches Angebot mit klar beschriebenen Positionen. Der Kostenrahmen wird vor Beginn festgelegt, Änderungen gibt es nur nach Abstimmung. Verdeckte Befunde – ein maroder Steigstrang, feuchtes Mauerwerk – werden gezeigt, beziffert und erst nach Ihrer Freigabe ausgeführt. Eine Reserve für Unvorhergesehenes sollten Sie trotzdem einplanen, im Altbau eher großzügig.

Wie entsteht das Angebot und was kostet es?

Das Angebot entsteht in fünf Schritten von der Anfrage bis zur Freigabe. Es ist kostenpflichtig, die Angebotskosten werden bei Auftragserteilung aber vollständig verrechnet – dann entstehen dafür keine Kosten.

  1. Anfrage: Sie nennen Bezirk, Wohnfläche, betroffene Räume, den Zustand, ob die Wohnung leer oder bewohnt ist, und Ihren Zielzeitraum. Grundriss und Fotos erleichtern die erste Einordnung.
  2. Bestandsaufnahme vor Ort: Wir messen auf, prüfen Leitungen, Untergründe, Feuchte und Zugang und dokumentieren den Bestand.
  3. Leistungsbeschreibung: Jede Position wird mit Umfang und Qualität beschrieben – und ebenso, was nicht enthalten ist. Offene Entscheidungen werden als solche markiert.
  4. Angebot und Terminplan: Sie erhalten die Kalkulation mit Kostenrahmen und einem realistischen Bauzeitenplan. Als Orientierung: Teilsanierung 4 bis 6 Wochen, Komplettsanierung 6 bis 8 Wochen Bauzeit nach Freigabe.
  5. Auftrag: Mit der Beauftragung werden die Angebotskosten voll verrechnet. Den weiteren Ablauf beschreibt der Ratgeber Ablauf einer Wohnungssanierung.

Der Grund: Ein belastbares Angebot für eine Berliner Altbauwohnung bedeutet mehrere Stunden Aufmaß, Prüfung und Kalkulation. Das Ergebnis ist ein Dokument, mit dem Sie andere Angebote vergleichen können.

Wie lässt sich bei der Wohnungssanierung sparen, ohne an Qualität zu verlieren?

Sparen lässt sich vor allem durch Planung, Reihenfolge und Materialentscheidungen – nicht durch eine billigere Ausführung von Abdichtung, Elektrik oder Untergrund.

  • Alle Gewerke gemeinsam beauftragen, statt in Etappen mehrfach Wände zu öffnen
  • Grundriss erhalten: Bad und Küche am Steigstrang lassen
  • Im Altbau Dielen und Türen aufarbeiten statt ersetzen
  • Materialien vor Baubeginn endgültig festlegen; Umentscheidungen kosten Termine und Geld
  • Standardformate bei Fliesen und Türen wählen, gehobene Qualität nur dort, wo sie täglich sichtbar ist
  • Die Wohnung leer und frei zugänglich übergeben
  • Förderung prüfen: BEG-Zuschüsse des BAFA für Gebäudehülle und Anlagentechnik, KfW-Programme und die steuerliche Förderung nach § 35c EStG für selbst genutztes Eigentum; Anträge müssen vor der Beauftragung gestellt werden, meist über einen Energieeffizienz-Experten – aktuelle Konditionen prüfen. Details im Ratgeber Förderung Sanierung Berlin
  • Eigenleistung nur beim Ausräumen und Entrümpeln – nicht bei Elektrik, Abdichtung oder Untergrundvorbereitung

Nicht sparen sollten Sie an Abdichtung, Elektroinstallation, Untergrund und Schallschutz. Fehler dort zeigen sich erst nach Jahren und kosten dann ein Vielfaches, weil fertige Oberflächen wieder geöffnet werden müssen. Eine sinnvoll geplante Altbausanierung setzt das Geld dort ein, wo es die Substanz sichert.

Fazit

Eine Wohnungssanierung in Berlin kostet etwa 700 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter, eine Teilsanierung entsprechend weniger. Wo Ihr Projekt innerhalb dieser Spanne liegt, entscheiden Zustand, Umfang und Ausstattung – und das lässt sich seriös erst nach einer Bestandsaufnahme vor Ort sagen. Ein Angebot mit klar beschriebenen Positionen ist deshalb die einzige verlässliche Grundlage für Ihre Kostenplanung.

Häufige Fragen zu den Kosten einer Wohnungssanierung in Berlin


Was kostet eine Wohnungssanierung in Berlin pro Quadratmeter?

Etwa 700 bis 1.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, wenn alle wesentlichen Bereiche erneuert werden. Der untere Wert gilt für Wohnungen mit brauchbarer Substanz und Standardausstattung, der obere für Gründerzeit-Altbauten mit neuer Elektrik, Grundrissänderung und gehobenem Bad. Der Preis umfasst Material, Lohn, Entsorgung und Koordination; Küche, Möbel und Fachplanung kommen hinzu.

Was kostet es, eine 80 qm Wohnung in Berlin zu sanieren?

Rechnerisch etwa 56.000 bis 144.000 Euro für eine Komplettsanierung. Der tatsächliche Betrag hängt davon ab, ob Elektrik und Leitungen erneuert werden müssen, wie das Bad ausgestattet wird und ob der Grundriss verändert wird. Eine Teilsanierung mit Bad, Böden und Malerarbeiten liegt deutlich darunter und wird nach Einzelpositionen kalkuliert.

Ist das Angebot für eine Wohnungssanierung kostenpflichtig?

Die Bestandsaufnahme mit Angebot ist kostenpflichtig; bei Auftragserteilung werden die Angebotskosten vollständig verrechnet, sodass dann keine Kosten dafür entstehen. Der Grund: Ein belastbares Angebot für eine Berliner Wohnung braucht Aufmaß, Prüfung von Leitungen und Untergründen sowie eine Kalkulation jeder Position. Sie erhalten ein Dokument, mit dem Sie auch andere Angebote vergleichen können.

Wie lange dauert eine Wohnungssanierung in Berlin?

Eine Teilsanierung dauert etwa 4 bis 6 Wochen, eine Komplettsanierung 6 bis 8 Wochen Bauzeit nach Freigabe. Planung, Materialbestellung und eventuelle Genehmigungen – etwa im Milieuschutzgebiet oder bei einer WEG – kommen davor hinzu. Verdeckte Schäden, späte Materialentscheidungen oder Lieferzeiten können den Ablauf verlängern; solche Änderungen werden vor der Ausführung mit Ihnen abgestimmt.

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Nennen Sie uns Adresse oder Bezirk, Objektart, betroffene Räume und Gewerke, den aktuellen Zustand und Ihren Zielzeitraum. Grundriss und Fotos helfen bei der ersten Einschätzung. Nach der Bestandsaufnahme vor Ort erhalten Sie ein verbindliches Angebot; die Angebotskosten verrechnen wir bei Auftragserteilung vollständig.

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